CDU Kücknitz/ Siems: „Was im Behlendorfer Waldmoor gelingt, muss auch im Schmiedemoor möglich sein“

Jens Zimmermann, Kücknitzer Bürgerschaftsmitglied im Lübecker Rathaus und stellvertretender Kreisvorsitzender der CDU Lübeck.

Die erfolgreich abgeschlossene Wiedervernässung des Behlendorfer Waldmoors ist ein starkes Signal für den Natur- und Klimaschutz in unserer Region. Auf rund 24 Hektar ist es gelungen, die natürlichen Wasserverhältnisse wiederherzustellen, den Wasserstand gezielt anzuheben und damit einen wertvollen Beitrag zur CO₂-Bindung, zur Biodiversität und zum Wasserhaushalt zu leisten.

Doch bei aller Anerkennung für dieses Projekt stellt sich aus Sicht vieler Bürgerinnen und Bürger in Kücknitz eine drängende Frage: Warum ist das im Behlendorfer Waldmoor möglich – aber beim Schmiedemoor seit Jahren angeblich nicht?

„Was im Behlendorfer Waldmoor funktioniert, darf für das Schmiedemoor in Kücknitz nicht länger als unmöglich dargestellt werden. Die Menschen vor Ort erwarten zu Recht, dass mit dem gleichen Engagement und der gleichen Ernsthaftigkeit auch hier nach Lösungen gesucht wird“, erklärt Jens Zimmermann, CDU- Bürgerschaftsmitglied aus Lübeck-Kücknitz.

Seit vielen Jahren setzen sich engagierte Kücknitzer Bürger, Vereine und Initiativen für die Wiedervernässung des Schmiedemoors ein. Zahlreiche Vorschläge, Gespräche und fachliche Hinweise wurden auch in den Stadtteilrunden des Gemeinnützigen Vereins Kücknitz (GMVK) immer wieder eingebracht und dokumentieren das große Interesse sowie das vorhandene Wissen vor Ort. Das Schmiedemoor birgt erhebliche ökologische Potenziale – als Kohlenstoffspeicher, als Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten sowie als wichtiger Bestandteil eines funktionierenden Naturhaushalts im Lübecker Norden.

Die Rückmeldungen der Lübecker Verwaltung hierzu blieben jedoch bislang zurückhaltend bis ablehnend. Das Vorhaben sei zu komplex oder nicht umsetzbar, hieß es wiederholt. Man dürfe in natürliche Entwicklungen nicht aktiv eingreifen. Konkrete Fortschritte oder ernsthafte Prüfprozesse sind aus Sicht vieler Beteiligter bisher ausgeblieben.

„Es ist schwer nachvollziehbar, warum bürgerschaftliches Engagement und fachliche Hinweise zum Schmiedemoor über Jahre hinweg nicht die notwendige Unterstützung erfahren haben. Hier entsteht dann schon der Eindruck, dass mit zweierlei Maß gemessen wird“, so Zimmermann weiter.

Das Beispiel Behlendorfer Waldmoor zeigt hingegen eindrucksvoll, wie erfolgreiche Moorrenaturierung gelingen kann: Durch den Einsatz moderner wasserbaulicher Maßnahmen, gezielte Steuerung des Wasserstandes sowie die Einbindung verschiedener Akteure und Fördermittel wurde ein ökologisch wertvoller Lebensraum nachhaltig gesichert und entwickelt. Ein Modell auch für die Fläche im Norden der Hansestadt, ist man sich bei der Kücknitzer CDU sicher.

„Wir brauchen jetzt endlich den politischen Willen, auch das Schmiedemoor ernsthaft in den Blick zu nehmen. Lübeck kann es sich nicht leisten, beim Moorschutz Chancen ungenutzt zu lassen – weder aus ökologischer noch aus klimapolitischer Sicht, wenn die Stadt weiterhin glaubwürdig in ihren Klimabemühungen sein will“, betont Zimmermann.

Vor diesem Hintergrund fordert Zimmermann die zuständigen Stellen in der Lübecker Verwaltung auf, die bisherigen Bewertungen zu überdenken, neue Prüfungen einzuleiten und gemeinsam mit lokalen Initiativen konkrete Perspektiven für eine Wiedervernässung des Schmiedemoors zu entwickeln.

„Das Behlendorfer Waldmoor hat gezeigt, was möglich ist. Nun gilt es, dieses Signal auch für Kücknitz ernst zu nehmen“, appelliert Zimmermann abschließend.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert